Am Samstag und Sonntag, den 4. und 5. Juli, verwandelte sich der Glaspalast in Sindelfingen in das Zentrum des internationalen Judosports. Beim Internationalen Turnier (ITG) trafen sich rund 1.800 Judoka aus 297 Vereinen und 16 Nationen. Damit zählt das ITG zu den größten und anspruchsvollsten Nachwuchsturnieren Europas. Aufgrund der begrenzten Hallenkapazität musste der Veranstalter die Anmeldung sogar vorzeitig schließen, da die maximal zulässige Teilnehmerzahl bereits frühzeitig erreicht war. An beiden Wettkampftagen wurde auf neun Wettkampfflächen gleichzeitig um jede Wertung gekämpft – ein beeindruckendes Judo-Spektakel auf höchstem Niveau.
Mit neun Judoka war auch die KGH Phönix Albtal vertreten. In den Altersklassen U13, U15 und U18 stellten sich unsere Athletinnen und Athleten der starken Konkurrenz aus Deutschland sowie zahlreichen europäischen Nationen. Dass sich unsere Judoka auf diesem Niveau nicht nur behaupten, sondern sich im Vergleich zum Vorjahr sogar deutlich steigern konnten, unterstreicht die hervorragende Entwicklung unseres Teams.

Besonders erfolgreich verlief das Turnier für Nestor Yermolenko. Nach einem Auftaktsieg kämpfte er sich bis ins Viertelfinale seiner Gewichtsklasse vor und belegte am Ende einen hervorragenden 7. Platz. Ebenfalls eine starke Leistung zeigte Alisa Perschka. Nach einer Auftaktniederlage ließ sie sich nicht entmutigen, kämpfte sich in der Trostrunde eindrucksvoll zurück, gewann einen Kampf bereits nach nur 41 Sekunden vorzeitig und erreichte einen starken 9. Platz.
Amélie Alexandra Ott bewies großen Kampfgeist. Nach ihrer Niederlage in der Hauptrunde gewann sie ihren ersten Kampf in der Trostrunde und erreichte einen respektablen 13. Platz. Mariia Kabisheva und Finn Weber belegten jeweils einen 17. Platz in ihren stark besetzten Gewichtsklassen.
Auch die Platzierungen von Lev Yermolenko und Benno Maucher (jeweils geteilter 33. Platz) spiegeln die tatsächliche Leistung nur bedingt wider. In mehreren Gewichtsklassen gingen mehr als 60 Judoka an den Start. Bereits in der ersten Runde warteten Gegner aus internationalen Spitzenvereinen aus Frankreich, der Schweiz oder den Niederlanden. Im Doppel-K.-o.-System entscheidet häufig auch der Turnierverlauf des eigenen Gegners darüber, ob der Weg über die Trostrunde überhaupt noch möglich ist. Umso wertvoller sind die gesammelten Erfahrungen auf diesem internationalen Niveau.

Für alle neun Phönixe war das ITG eine wichtige Standortbestimmung. Mit großem Einsatz, Kampfgeist und Ehrgeiz vertraten sie nicht nur die Farben der KGH Phönix Albtal, sondern zugleich ihre Heimatorte Bad Herrenalb, Marxzell und Ettlingen sowie die gesamte Region Albtal auf einer internationalen Bühne. Der Vergleich mit der europäischen Konkurrenz hat eindrucksvoll gezeigt, dass sich unsere Nachwuchsjudoka auf diesem hohen Niveau nicht nur behaupten, sondern sich gegenüber dem Vorjahr nochmals steigern konnten. Darauf können die jungen Athletinnen und Athleten, ihre Trainer und die gesamte KGH Phönix Albtal stolz sein.


